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Zähne aufhellen

Die zahlreichen Methoden, mit denen man Zähne aufhellen kann

Wer mit der Farbe seiner Zähne unzufrieden ist, sollte sich nicht damit abfinden, sondern etwas dagegen unternehmen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Verfärbungen bekämpft werden können. Ob beim Zahnarzt, in Bleaching-Studios oder mit Hausmitteln – Methoden, damit die Zähne wieder weiß werden, gibt es wie Sand am Meer.

Die zahnärztliche Methode zum Zähne aufhellen

Wer sich für die Behandlung beim Zahnarzt entscheidet, wird zuerst ein direktes Aufhellungsmittel auf den Zahn aufgetragen bekommen; jenes wird in weiterer Folge durch einen Soft-Laser oder Licht aktiviert. Auf Grund der Bestrahlung zerfällt das Wasserstoffperoxid und der Sauerstoff kann in weiterer Folge für die Bleichwirkung sorgen. Wer sich für eine zahnärztliche Behandlung entscheidet, muss mit Kosten ab 300 Euro für das gesamte Gebiss rechnen. Wer jedoch nur einen Zahn behandeln lassen möchte, kann mit Kosten zwischen 30 Euro und 70 Euro rechnen. Bevor jedoch die eigentliche Behandlung startet, überprüft der Zahnarzt das Gebiss auf etwaige Probleme – etwa Karies oder freiliegende Zahnhälse -, die mitunter Schmerzen bereiten, wenn die Chemikalie eintritt. Ratsam ist im Vorfeld auch eine professionelle Zahnreinigung. Die Kosten belaufen sich zwischen 40 Euro und 150 Euro, welche im Rahmen des Bleachings hinzugezählt werden müssen.

Die Behandlung im Bleaching-Studio

Neben dem Zahnarzt gibt es auch die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Methoden in Bleaching-Studios. Zu beachten ist, dass in den Studios keine Zahnärzte arbeiten, sodass die Überprüfung, ob die Zähne in einwandfreiem Zustand sind und ein Bleaching somit keinen tatsächlichen Schaden anrichtet, nicht stattfinden kann. Nur in Ausnahmefällen, wenn mitunter ein Zahn derart beschädigt ist, dass auch Laien die Problematik erkennen, weisen die Mitarbeiter auf die Tatsache hin, vor der Behandlung einen Zahnarzt zu konsultieren. Die Wirkung der Behandlung hält zwischen ein bis zwei Jahre an; je nachdem, ob der Patient regelmäßige Zahnreinigungen vornimmt oder auch begünstigende Faktoren – wie etwa Nikotin, Rotwein oder Kaffee – konsumiert. Die Methoden in den einzelnen Studios sind unterschiedlich. Im Regelfall wird Bleaching-Gel verwendet, welches unter einer LED- oder Plasma-Lampe aktiviert wird und direkt in die Zahnoberfläche eindringen kann. Die Kosten für derartige Behandlungen variieren ebenfalls – Preise zwischen 100 Euro und 700 Euro sind möglich.

Air Flow Zahnreinigung – eine Alternative zu Bleichmittel?

Natürlich sollte nicht erst mit der Behandlung begonnen werden, wenn bereits die Zähne stark verfärbt sind. Man muss sich seinem Schicksal nicht ergeben, sondern kann – im Rahmen der regelmäßigen Zahnreinigung – sehr wohl Prophylaxe betreiben. Mittels Air Flow Zahnreinigung ist es möglich, dass im Vorfeld schon etwaige Verfärbungen gebremst oder gestoppt werden. Air Flow Zahnreinigungen sind nichts anderes als kleine Hochdruckreiniger, die äußerst kleine und sehr feine Salzkristalle auf die Zähne spritzen. Dabei wird die Oberfläche des Zahns abgeschliffen. Die Zähne werden danach poliert und mit Fluorid eingestrichen. Jene Variante kann aber nicht selbst durchgeführt werden, sondern muss beim Zahnarzt erfolgen. Air Flow sollte jedoch nicht mit Sonicare Airfloss verwechselt werden. Bei Sonicare Airfloss handelt es sich um eine gewöhnliche Munddusche, welche in erster Linie für die Reinigung der Zahnzwischenräume eingesetzt werden kann.


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Kann man die Zähne unter Eigenregie bleichen?

Wer weder in ein Bleaching-Studio gehen möchte und auch nicht die zahnärztlichen Dienste in Anspruch nehmen will, kann auch mit – aus der Drogerie und Apotheke erhältlichen – Produkten seine Zähne aufhellen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die den Patienten zur Verfügung stehen. Ob es Streifen oder diverse Gel-Pasten sind – der Effekt mag einerseits gegeben sein, jedoch ist dieser nicht so intensiv, als würde man derartige Methoden von einem Profi durchführen lassen. Dies deshalb, da in den Produkten, die im Handel erhältlich sind, deutlich weniger Bleichmittel ist, als etwa in den Produkten, die von Bleaching-Studios oder Zahnärzten verwendet werden. Das bedeutet, dass die Verfärbung einerseits nicht zu 100 Prozent bekämpft werden kann, andererseits auch die Wirkungsdauer beschränkt ist. So müssen derartige Behandlungen alle sechs Monate wiederholt werden. Hier ist natürlich abzuwägen, ob die Verfärbungen derart gering sind, dass Produkte mit einem geringem Anteil von Bleichmittel reichen bzw. ob die Kostenfrage, wenn die Anwendungen alle sechs Monate wiederholt werden müssen, tatsächlich geklärt wurde. Im Endeffekt kosten Produkte aus den Apotheken oder Drogerien ebenfalls zwischen 20 Euro und 60 Euro, sodass – hochgerechnet auf die Wirkungsdauer der professionellen Therapien – de facto keine tatsächliche Preisersparnis gegeben ist. Im Gegenteil: Fehlender Erfolg und dauerhafte Wiederholungen sorgen im Endeffekt sogar dafür, dass das Zähne aufhellen einerseits zur Qual wird, andererseits auch tatsächlich ins Geld geht.

Mythen und Märchen – warum Hausmittel nicht für den gewünschten Effekt sorgen

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit – dank unterschiedlichster Hausmittel – gegen Verfärbungen der Zähne vorzugehen. Ein bekannter Trick ist Backpulver. Im Internet liest man immer wieder, wie grandios dieser Trick funktioniert und wie eindrucksvoll die Ergebnisse sind. Die Zahnbürste wird im Vorfeld angefeuchtet und dann in das Backpulver getaucht. Wichtig ist, dass alle Borsten mit dem Backpulver bedeckt sind. Auch wenn der Zahn immer weißer wird, muss aber davon abgeraten werden. Denn zu beachten ist, dass das Backpulver äußerst rau ist und somit der Zahn regelrecht abgeschliffen wird. So kann der Zahn derart stark abgenutzt werden, dass er auf kalte Speisen oder Getränke reagiert und Zahnschmerzen die Folge sein können. Zu berücksichtigen ist auch, dass – auch wenn der Effekt positiv ist – nur die Oberfläche abgekratzt wird; der Zahn wird de facto nicht heller, sondern nur „geschliffen“. Das ist auch der Grund, warum nach einigen Tagen die Verfärbung wieder zurück ist. Der Zahn wird, wenn immer wieder Backpulver verwendet wird, immer rauer; neue Verfärbungen sind keine Seltenheit, wobei diese im Endeffekt deutlich „schlimmer“ aussehen, als jene, die im Vorfeld behandelt wurden. Wer sich für die Methode Backpulver entscheidet, sorgt für eine nachhaltige Verschlechterung seiner Zähne.
Auch die Variante mit dem Kochsalz ist zu hinterfragen. Auch hier gilt, dass der Effekt zwar – glaubt man Berichten im Internet – toll ist, jedoch das grobkörnige Salz im Endeffekt nur den Zahnschmelz angreift und somit den Zahn schädigt.
Auch die bekannte Ölkur hat im Endeffekt keine tatsächlich aufhellende Wirkung und muss in dieselbe Kategorie eingeordnet werden.

Das Fazit

Wer seine Zähne aufhellen lassen möchte, hat unterschiedliche Möglichkeiten. Ob es Produkte aus der Drogerie oder Apotheke sind oder mitunter der Weg zum Profi gewählt wird; je nach Verfärbung gibt es unterschiedliche Varianten. Wichtig ist, dass – bevor etwaige Behandlungen gestartet werden – die Zähne auf Karies oder Risse untersucht werden. Wichtig ist, dass nicht alles geglaubt wird, was man im Internet so findet. So sollten klassische Hausmittel wie Backpulver oder Öl wie Salz nicht dafür verwendet werden, seine Zähne zu bleichen.